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Die Vielseitige: Svenja Dierker wechselt von der „Schlossallee“ zu Stiehl/Over.

Wer beim Monopoly auf die Schlossallee setzt, hat Glück. Wer im richtigen Leben bei der „Schlossallee“ arbeitete, hatte das Glück, die Reichen & Schönen aus der Region kennenzulernen.

Das Lifestyle-Magazin war zweifellos einer der erfolgreichsten regionalen Zeitschriften-Launches der letzten Jahre. Und Svenja Dierker hatte daran einen nicht unerheblichen Anteil. Lange Zeit war sie „Miss Schlossallee“ und führte als Projektleiterin die Redaktion und den Vertrieb der Publikation aus dem Verlag Rottwinkel-Kröber. Nun sucht sie bei Stiehl/Over ihre nächste Herausforderung.

Svenja Dierker bei der Stiehl/Over WerbeagenturSvenja Dierker, Foto: Oliver Pracht

Zum Schreiben kam Svenja Dierker über das Lesen … besser: das Vorlesen. „Mein Opa konnte aus jedem Pixi-Buch einen Roman machen“, erinnert sie sich. „Später in der Grundschule wurden die besten Aufsätze auf Buntpapier an die Wand gehängt und meine waren fast immer dabei.“ Das machte Lust auf mehr und gab ihr das nötige Selbstvertrauen, um nach dem Abitur Germanistik und Politik zu studieren.

Ihr erstes Taschengeld verdiente sie sich als freie Mitarbeiterin bei der Neuen Osnabrücker Zeitung, wo die passionierte Reiterin regelmäßig Turnierberichte ablieferte.

Svenja schrieb gerade an ihrer Magisterarbeit über russische Sozialpolitik (ihr Herz schlägt im Osten), da lernte sie mit Barbara Rottwinkel-Kröber eine ebenso begeisterte Amazone und zudem erfahrene Verlegerin kennen, die nach der erfolgreichen Entwicklung von Reit- und Kundenmagazinen das Lifestyle-Segment für sich entdeckt hatte. Rottwinkel-Kröber wurde ihre Mentorin und aus der Aushilfe Svenja Dierker wurde schnell die Redakteurin. Ende 2006 erschien die erste „Schlossallee“.

Svenja Dierker Interview Prof Mielenhausen Auf dem roten Sofa: Svenja Dierker (re.) interviewt den Prof. em. Erhard Mielenhausen für die Schlossallee. Foto: Christa Henke

Es war der Sprung ins kalte Wasser, aber Svenja schwamm sich schnell frei. „Meine Mutter war sehr jung, als sie mich bekam. Ich bin praktisch bei meinen Großeltern aufgewachsen und sehr selbstständig groß geworden“, erzählt die Redakteurin, „Angst kannte ich nicht.“ Kein Wunder, dass sie sich als Pferdenärrin schon sehr früh für das Springreiten und die Vielseitigkeit begeisterte. Hürden stellen für Svenja Dierker kein Hindernis, sondern eine Herausforderung dar. Vielseitigkeit ist ihre Stärke.

Svenja_Dierker_zu PferdKeine Angst vor großen Hürden: Svenja Dierker auf ihrer selbstgezogenen Stute „Cloe“. Foto: Foto VIP

Die „Schlossallee“ bringt sie in den folgenden Jahren immer wieder mit schillernden Persönlichkeiten zusammen. Bei einem Presse-Termin der Nobelmarke Wiesmann lernt Svenja einen Unit-Leiter der Hamburger PR-Agentur „Faktor 3“ kennen und kann seinem Job-Angebot nicht widerstehen. Ein neuer Parcours, ein neues Gelände, eine neue Herausforderung.

In Hamburg arbeitet sie für große Marken und lernt die große weite Werbewelt kennen. „Fanta ohne künstliche Aromen und Farbstoffe“ heißt hier ihr größtes Projekt, sie macht PR für die Marke Coca-Cola. In Hamburg macht Svenja aber auch Bekanntschaft mit dem eigenen Heimweh nach der Provinz.

Ich wollte die Pumps im Business wenigstens in meiner Freizeit wieder mit den Gummistiefeln im Reitstall tauschen, ich wollte nach Hause.

Barbara Rottwinkel-Kröber nimmt die verlorene Redakteurin 2011 mit Kusshand zurück und macht sie zur Projektleiterin der „Schlossallee“. Svenja Dierker verantwortet fortan Redaktion und Vertrieb der mittlerweile drei Verlags-Publikationen; die Schlossallee erscheint jetzt auch in Oldenburg und Münster.

Aber der Markt wird härter. Auf die First Mover folgen die Fast Follower. Die in der Weser-Ems-Region marktbeherrschenden NOZ-Medien verdrängen mit ihrem Magazin „premium & style“ und ihrer b2b-Zeitung „Die Wirtschaft“ zunehmend die Titel des kleinen, mittelständischen Verlags aus Bramsche. Mitte 2014 trennen sich die Wege von Svenja Dierker und Barbara Rottwinkel-Kröber. In aller Freundschaft.

Aus der selbstständigen Angestellten wird beinahe die selbstständige Unternehmerin … wäre da nicht die Agentur, mit der Svenja Dierker eine ganz eigene Geschichte verbindet: Stiehl/Over.

„2009 hatte sich Svenja bei uns beworben und es war eine der besten Bewerbungen, die wir je bekommen haben“, erinnert sich Reinhard Stiehl. „ Wir hatten leider keine Vakanz, blieben aber immer in Kontakt. 2011 wollten wir sie abwerben, aber da war sie gerade zurück aus Hamburg und froh, wieder bei der ,Schlossallee’ zu sein.“ Und da bekanntlich aller guten Dinge drei sind, überzeugte der Agentur-Chef die kreative Projektmanagerin, ihre Selbstständigkeit doch als Mitarbeiterin der Agentur auszuleben.

ENOVA ImagebroschüreDie Imagebroschüre des Windenergieprojektierers ENOVA – Svenja Dierkers erstes Projekt für Stiehl/Over.  

„Jedes Unternehmen wünscht sich unternehmerisch denkende und handelnde Mitarbeiter – mit Svenja haben wir eine gefunden“, freut sich Reinhard Stiehl. Hier macht sie nun das, was sie immer schon wollte: Texten und Kunden beraten. Auf den Journalismus braucht sie dabei trotzdem nicht zu verzichten: Freiberuflich ist sie für verschiedene Magazine noch immer auf der Suche nach spannenden Menschen und Geschichten. „Es ist fast wie früher beim Monopoly“, witzelt die neue Kundenberaterin von Stiehl/Over, „ich ziehe eine Ereigniskarte und auf der steht: Sie haben das große Los gezogen …“.