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„Upps!“ – Sprecher Monty Arnold ist der neue Anrufbeantworter bei Stiehl/Over.

Einem Gleitschirmflieger rutscht beim Loslaufen die Hose runter, bevor er sich überschlägt, den Abhang hinunterrutscht und schließlich in dem weitläufigen Geäst eines kanadischen Bergahorns hängenbleibt. Dazu die Stimme aus dem Off: „Fünf Jahre lang hatte Herr Dinkel diese Anschaffung seiner Frau für eine Parabolantenne gehalten und sich über den schlechten Empfang gewundert.“ Solche und ähnliche Kommentare sind das Markenzeichen von „Upps! – Die Pannenshow“. Und von Monty Arnold. Er ist der Sprecher von „Upps!“ – und der neue Anrufbeantworter bei Stiehl/Over.

Entweder man mag es oder man findet es einfach nur albern. Allerdings finden auch die, die es mögen, „Upps! – Die Pannenshow“ albern. Mit dem Unterschied, dass sie auch Albernheiten mögen. Die Sendung lebt von der Schadenfreude ihrer Zuschauer, die sich wegschmeißen vor Lachen, wenn mal wieder – was absolut vorhersehbar ist – Menschen gegen Laternenpfähle semmeln oder von der Leiter purzeln, dabei auch noch eine lächerliche Figur machen und nicht selten mit ihren empfindlichsten Stellen auf einen Holzvorsprung knallen. Am Ende fällt ihnen dann meistens auch noch eine Ziegelwand auf den Kopf. Was ist bloß so lustig daran? Man kann es nicht wirklich erklären.

Die unverfänglichste Erklärung lautet in diesem Fall immer noch: Es sind die Kommentare. Und richtig: Das, was der Sprecher Montgomery „Monty“ Arnold da an weitgehend sinnfreien Sätzen von sich gibt, ist das i-Tüfpelchen auf dem „i“ der Sendung. (Bekanntlich ist es erst der „i“-Punkt, der das „i“ zum „i“ macht.) Ohne seine Kommentare würde etwas fehlen. Etwas Elementares: der Humor. Leute ausrutschen und dabei auch noch dämlich dreinschauen zu sehen, bringt alle Menschen auf der Welt, egal aus welchem Kulturkreis, zum Lachen. Den Briten ebenso wie den Balinesen. Den Namibier ebenso wie den Panamanesen. Mit den komischen Kommentaren von Monty Arnold wird daraus ein Gesamtkunstwerk.

Monty Arnold

Arnold ist ein Stand-Up-Comedian. Man mag den Begriff heute doof finden (und etliche Vertreter dieses Genres auch), aber zu Beginn der 90er Jahre haben die Comedians das verstaubte deutsche Kabarett zunächst einmal entrümpelt. Monty Arnold, Comedian der ersten Stunde, gehörte zum „Quatsch Comedy Club“ von Thomas Herrmanns und prägte die „Comedy Factory“ mit seinen Promi-Parodien. In der Komödie „Der bewegte Mann“ hatte er einen Gastauftritt. (Arnold ist bekennender Homosexueller und engagiert sich u.a. in der LGBT-Bewegung.)

Das beherrschende Organ der Sinnes- und Sozialorientierung in voralphabetischen Kulturen war das Ohr: »Hören war Glauben.« Das phonetische Alphabet bewirkte, daß die magische Welt des Ohres der neutralen Welt des Auges wich. Dem Menschen wurde ein Auge für ein Ohr gegeben.
Marshall McLuhan (Quelle: www.montyarnold.de)

Bekannt wurde Arnold aber hauptsächlich durch seine Stimmen. Ja, Stimmen! Die Mehrzahl ist richtig, denn kaum ein Sprecher verfügt über eine derartige Bandbreite in seinem Stimmrepertoire. Arnold hat „Tinky Winky“ und den „Wawuschels“ ebenso seine Stimme geliehen wie dem „Kleinen Arschloch“ oder „Werner, das muss kesseln“. Am bekanntesten ist wohl die „Gespensterjäger“-Reihe. Daneben hat er zahlreiche Werbespots für Langnese, IKEA, Telekom, Milka, Burger King u.v.a. vertont.

Und natürlich „Upps! – Die Pannenshow“ auf Super-RTL. Nicht nur die Texte, die Arnold übrigens selbst schreibt, auch seine Stimme erinnert an den großen Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch und die Klamauk-Serie „Väter der Klamotte“, die den Älteren unter uns noch aus dem Vorabendprogramm des Zweiten Deutschen Fernsehens geläufig sein dürfte. Und zwar aus Zeiten, in denen man zwischen sage und schreibe drei Programmen wählen konnte. („Wir hatten ja nichts.“ – Michael „Bully“ Herbig über die 70er)

Als bekennende „Upps! – Die Pannenshow“-Fans haben wir uns entschlossen, Monty Arnold zu fragen, ob er die Tradition, unseren Anrufbeantworter von absoluten Profis besprechen zu lassen, fortsetzen will. Er wollte. Und wir haben es uns – ganz entgegen unserer Tradition – dieses Mal nicht nehmen lassen, den betont sachlichen Text durch ein wohl gewähltes „Ploing“ ein klein wenig aufzulockern. Aber hören Sie selbst:

(05 41) 35 84 8-0. Werktags zwischen 18.00 Uhr abends und 9.00 Uhr morgens sowie an Wochenenden, Brückentagen oder „zwischen den Jahren“. Und zwischen 12.30 und 13.30 Uhr, also während der Mittagspause, die wir uns auch oder gerade in Zeiten der ständigen Erreichbarkeit noch gerne gönnen.