Werbung Osnabrück


Geschichte, wie sie im Buche steht: Stiehl/Over gestaltet zukünftiges Standardwerk der Osnabrücker Fußballhistorie.

„…in brillanter Aufmachung präsentiert“, „… in perfekter Aufarbeitung“, „…das historische Material in einem edlen Layout“: Die Neue Osnabrücker Zeitung ist voll des Lobes für ein neues Buch, das die Osnabrücker Werbeagentur Stiehl/Over gestaltet hat: „Fußlümmel und Lila-Weiße – Zur Frühgeschichte des Osnabrücker Fußballs“. Das 160 Seiten starke und reich bebilderte Buch ist ab sofort in ausgewählten Verkaufsstellen erhältlich.

fussluemmel-und-lila- class=Innen Schweinsblase, außen Rindsleder: früher Fußball

Ein dickes Album im schweren Ledereinband, voller Erinnerungen, Fotos, Zeitungsausrissen und anderen Originaldokumenten, die meisten davon aus den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts – damit fing alles an. Der „alte Schinken“ von Friedel Hunecke aus Hagen am Teutoburger Wald war über drei Hände schließlich ins Museum des VfL Osnabrück geraten. Bernhard Lanfer, einer der beiden Gründer der ehrenamtlich geführten und privat finanzierten Ausstellung, erkannte sofort den Wert dieses Exponats:

Hunecke war Mitte der 1920er Jahre Mitteläufer eines neuen Fußball-Clubs, der aus dem Zusammenschluss zweier Osnabrücker Vereine hervorging, von denen wiederum der Vorläufer des einen bereits 1899, also ein Jahr vor dem DFB, gegründet worden war. So entstand 1924/25 der Verein für Leibesübungen von 1899 e.V., kurz VfL Osnabrück.

„Uns hat vor allem die Frühgeschichte des Vereins interessiert, weil es darüber noch keine Literatur gab“, erinnert sich Lanfer, „und so nahmen wir das Album von Hunecke als Grundlage für ein Buchprojekt, das so weit in die Geschichte des Osnabrücker Fußballs zurückgeht, wie es noch kein Werk zuvor getan hat.“

Bis ins 19. Jahrhundert, um genau zu sein, als der Fußball durch britische Internatsschüler einer Osnabrücker Handelsschule als „englische Krankheit“ in die Stadt kam und bei den traditionalistischen Turnvätern als „Fußlümmelei“ verpönt war. Obwohl die Aktiven lange Zeit nicht nur mit widrigen Platzverhältnissen zu kämpfen hatten, konnten die Gegner des neuen Ballsports seine schnell wachsende Popularität nicht aufhalten. Schon bald maßen sich auf dem Osnabrücker Klushügel, wo über 1000 Jahr zuvor Karl der Große seinen Widersacher Widukind niedergerungen hatte, nun die Osnabrücker Bürgersöhne, deren Fußballvereine sich anfangs noch Teutonia, Germania oder Minerva nannten.

fussluemmel-und-lila-weisse6Vorläufer des VfL Osnabrück: FC Teutonia

Die Osnabrücker Fußballgeschichte steckt voller interessanter Details. Wer weiß schon, dass der heute im Fußball gängige Begriff „Derby“ aus der gleichnamigen Osnabrücker Partnerstadt in England stammt, wo sich – als erste Vorboten des Fußballs – zwei Nachbarorte aus der Region Derbyshire jedes Jahr zur Fastnacht einen Wettkampf um den Ball lieferten.

In Heiko Schulze fand sich ein ebenso geschichtsbewanderter wie fußballverrückter und unterhaltsamer Autor für das Projekt – und mit Reinhard Stiehl ein Konzeptioner, der Lust hatte, das Buchprojekt in die Tat umzusetzen. Stiehl, in seiner Jugend selbst als Torwart des Profi-Clubs aktiv, ist heute stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der VfL Osnabrück GmbH & Co KGaA. Seine Agentur Stiehl/Over übernahm die Koordination: in Person von Marleen Ehrenbrink, die das Buch gestaltete, und Svenja Dierker, die das Projekt leitete.

Stiehl/Over WerbeagenturBuchprojekt-Team bei Stiehl/Over: Reinhard Stiehl, Marleen Ehrenbrink, Svenja Dierker

Exponate und Dokumente auf den zahlreichen Bildern des Buches stammen zum großen Teil aus dem VfL Museum, das auch als Herausgeber des zukünftigen Standardwerks fungiert.

Nicht einmal ein Jahr, nachdem Lanfer und Stiehl sich beim VfL kennen und schätzen gelernt hatten (Autor Schulze und Agenturchef Stiehl kennen sich noch aus Studentenzeiten), war das Buch fertiggestellt. Dazwischen lag eine Zeit intensiver Recherchen und Schreibarbeit, liebevoller grafischer Gestaltung und unermüdlicher Bemühungen zur Finanzierung des Projekts. „Wir sind Klinkenputzen gegangen, weil wir an das Projekt geglaubt haben“, sagt Lanfer, der nicht zuletzt dank seiner guten Beziehungen und charmanten Art den ein oder anderen Sponsor für das Buch gewinnen konnte. „Unterstützer sind uns nach wie vor herzlich willkommen!“ betont Lanfer, der genau wie Schulze und Stiehl ehrenamtlich für das Projekt tätig ist.

fussluemmel-und-lila-weisse Titelillustration des Osnabrücker Künstlers Felix Nussbaum aus dem Jahr 1932

Der Verkaufspreis des Buches beträgt – siehe Gründungsdatum des VfL – natürlich 18,99 Euro. Der Einkaufspreis für Wiederverkäufer liegt bei 16,48 Euro. Eine Idee des Osnabrücker Oberbürgermeisters Wolfgang Griesert in Anspielung auf die Stadt des Westfälischen Friedens.

Lesung

Am 14. Dezember um 19.00 Uhr kommt es im Foyer der Osnabrückhalle zu einer ersten Lesung des Buches mit vielen Gästen. Spätestens dann wird auch das Geheimnis um die wahre Herkunft der Vereinsfarben Lila-Weiß endgültig gelüftet, denn in diesem Punkt muss die Geschichte des VfL Osnabrück neu geschrieben werden.