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„77 Million Paintings“, der Geniestreich von Brian Eno jetzt auch im Konferenzraum von Stiehl/Over

Wie lange würde ein Künstler, der täglich 5 Bilder malte, brauchen, um 77 Millionen Bilder zu malen? Etwa 42.000 Jahre. Solange wollte Brian Eno nicht warten. „Wenn ich mein ganzes Leben damit verbringen würde, all diese Bilder als separate Einheiten zu gestalten, würde ich noch nicht einmal ein Tausendstel der Menge schaffen“, sagte er sich.

Brian Eno ist das, was man einen genialen Dilettanten nennt. Anfang der 70er Jahre gründete er mit Bryan Ferry die legendäre Band Roxy Music, aus der er sich aber schon nach zwei Alben wieder verabschiedete. Ende der 70er und in den 80er Jahren machte er sich einen Namen als Produzent von David Bowie, den Talking Heads, U2 und der Band James. In all den Jahren arbeitete er selbst weiterhin als Ambient-Musiker. 1994 komponierte Eno die Startmelodie für Windows 95 – auf einem Apple Macintosh.

Gut zehn Jahre später folgte das „77 Million Paintings“-Projekt, für das er über 300 eigene Bilder – die meisten davon auf Folien geritzt oder gedruckt – digitalisierte. Eno nutzt den Computer, um – basierend auf den realen Gemälden – 77 Millionen visuelle Darstellungen als „Originale“ mittels Überblendungen zu generieren. Er wollte keinen Bildschirmschoner, sondern ein Kunstwerk.

„77 Million Paintings“ besteht aber nicht nur aus Bildern. Eno hat zudem kleine Musikstücke für einen sich ändernden Ambient-Titel komponiert. Dieser Titel ist wie die Bilder zusammengestellt und besteht aus miteinander verwobenen Klangebenen, die ein fertiges Stück ergeben.

77 Million Paintings im Konferenzraum von Stiehl/Over
Auf die Idee für sein Projekt kam er, als er in seinem Viertel an einer vornehmen Villa vorbeikam. „Ich sah eine Dinnerparty und einen riesengroßen Bildschirm an der Wand“, erzählt er. „Der Bildschirm war schwarz, denn während einer Dinnerparty sieht ja schließlich niemand fern. Es bot sich dort also eine wunderbare Möglichkeit für etwas Schönes, aber stattdessen war nur ein großes schwarzes Loch an der Wand. Das war der Moment, in dem ich beschloss, dieses Loch zu füllen.“

Brian Eno hat das Projekt bereits auf Ausstellungen mit bis zu 24 Monitoren in Tokio, London, Mailand und Venedig aufgeführt, als nächste Stationen sind Capri, Madrid, Palma und Kapstadt geplant.

Wer sich den langen Weg sparen will, ist herzlich eingeladen, sich die Ausstellung im Konferenzraum von Stiehl/Over anzusehen, denn dort läuft „77 Million Paintings“ von Brian Eno – auf unserem riesengroßen Bildschirm.