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„Ein Klavier, ein Klavier …“*

Ein Flügel, gemeint ist das Tasteninstrument, bietet eine Vielzahl von möglichen Redewendungen und Metaphern: „Jemandem Flügel verleihen“ zum Beispiel oder „die Klaviatur des Marketings“.

Letzteres erregte immer wieder unsere Heiterkeit, wenn dieser bildhafte Vergleich einmal mehr von einem unserer geschätzten Mitbewerber bemüht wurde.

Ein solcher Flügel der Marke Schimmel zierte lange Zeit den ansonsten eher sachlichen Empfang unserer Agentur. (Nein, er ist nicht aus Glas und wir spielen auch nicht „Griechischer Wein“ darauf.) Es handelt sich um einen 156 cm langen Klangkörper, der aus dem Flügel bereits ein für Kammerkonzerte geeignetes Tasteninstrument macht.

Wie der Flügel allerdings in unsere Agentur kam, ist eine Geschichte für sich:

Manchmal tun sich Agentur und Kunde bekanntlich schwer dabei, sich auf ein Honorar zu verständigen. So auch in diesem Fall. Auf den eigentlich nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag des Agenturchefs „wir lassen uns auch in Sachwerten bezahlen“ reagierte der Unternehmer Hannes Schimmel-Vogel aber durchaus nicht abgeneigt. So wurde aus einer Schnapsidee ein Zahlungsmittel. Man kam überein, auf Preisnachlässe – sowohl von Seiten des Kunden als auch der Agentur – zu verzichten und verrechnete Leistung gegen Sachwert auf Bruttobasis.

Zu semi-professionellen Kameraaufzeichnungen, wie sie Loriot einst in Szene setzte, ließen wir uns aber nicht hinreißen. Schließlich stammt unser Klavier auch nicht von der Mutter aus Massachusetts, sondern aus einer Pianofortefabrik in Braunschweig.

*Ausruf der Gattin in einem berühmten Sketch von Loriot.